|   dr. adele gerdes




Beratung, Coaching


Gemeinsam nachdenken. Die eigene Haltung entwickeln, den eigenen Weg sehen – und die Kraft finden, ihn zu gehen. Begleitet unterwegs sein...



Wir alle kennen diese Momente:

Momente der Ratlosigkeit ... Ich kann mich nicht entscheiden... Welcher Schritt als nächstes - und warum?

Oder auch: Ich tue mich schwer mit dem, was ich tue - obwohl ich es eigentlich will. Warum? Ginge es leichter?

Oder auch: Ich schiebe die Dinge auf - obwohl ich mich eigentlich für sie entschieden habe. Warum? Und wie geht es anders?

Oder auch: Ich brauche einfach mal einen Blick von außen, eine andere Sichtweise.

Beratung, Coaching kann beispielsweise an einem solchen Punkt bedeuten: Gemeinsam nachzudenken. Anders gesagt: Selbsterkundung im weitesten Sinne - und zwar mit einem Gegenüber, im Gespräch. Dieses Gegenüber dient vielleicht als "kick-off", als Stichwortpool, als Gedächtnisstütze, als Reflektionsfläche und Spiegel, als Erinnerungsbegleitung, als Vademecum - methodologische Stichworte etwa: sokratischer Dialog, geleitetes Entdecken -, .... als federnder, mitschwingender, ggf. tragender Resonanzboden.

Als Überschrift könnte beispielsweise über einem solchen Austausch (andere Bezeichnungen sind auch: Reflektionsbegleitung, "philosophische Praxis", Biografiearbeit) stehen: Betrachte dein Leben, deinen Weg, deine Sehnsüchte - dich!

Was kann dabei geschehen - wozu kann solch ein Gespräch führen? Beispielsweise werden vielleicht bislang eher diffuse Gemengelagen aus Gefühlen, Erinnerungen an Erlebnisse, aktualisierte Erinnerungen, Erinnerungsbilder, Eigentheorien und Ähnliches in neue Formen transformiert: neue Bilder, Metaphern, Worte. - Vor allem die Sprache - genauer gesagt: das Gespräch - ist eine Form aktiver und produktiver "Selbstobjektivierung", durch die sich die eigene "Draufsicht" ändern kann, zugunsten neuer Einsichten.

Mögliches Resultat? Vielleicht vertieftes - vielleicht neues, vielleicht erweitertes - Wissen über die eigenen Prioritäten, Wünsche, Motive, Werte, Möglichkeiten und Machbarkeiten ... 



Themen?

Die Themen eines Austausches, einer Beratung, eines Coachings, bestimmen ausnahmslos Sie selbst, als KlientIn.

Hier lediglich einige Gedanken zu möglichen Ansatzpunkten. Sie finden sich beispielsweise in der Psychologie, der Anthropologie oder der Philosophie.

Eine Option - unter vielen - ist beispielsweise das Modell des Gestaltpsychologen Hilarion Petzold mit der Unterscheidung von fünf Dimensionen:
 
1) Materielle Existenz: Nahrung, Kleidung, Unterkunft.
2) Leiblichkeit, Körperlichkeit - z.B. Erleben leiblicher Integrität, Gesundheit, Sexualität...
3) Soziale Bindungen, Beziehungen - "sich als Mensch unter Menschen erfahren...".
4) Arbeit, Leistung, Schaffensfreude.
5) Ausrichtungen, Werte, Ziele, Wünsche, Sehnsüchte, Träume, Motive ... - "Wo zieht's dich hin? Warum?".

Dieses Modell ist, wie gesagt, nur eine von vielen Optionen. Die Liste möglicher Themen einer Selbsterkundung ist so umfangreich wie das Leben selbst.

Leitfragen können sich beispielsweise ergeben aus Konzepten und Begrifflichkeiten wie etwa: Identität, Sinn, Selbst, Entwicklungsverläufe und Wendepunkte.

Oder beispielsweise dem vom Psychoanalytiker Erik H. Erikson geprägten Konzept der Generativität: Was wollen wir geben - weitergeben? Und wem?

 Oder mögliche Themen können sein: Bindungen und Beziehungen, "Kindheitsmuster", Herkunftsfamilie und Wahlverwandtschaften, Schule, Beruf, Gesellschaft.

Eine Perspektive, die interessant sein kann in Sachen "Selbstaufklärung", ist die systemische: Welche Zusammenhänge lassen sich herstellen? Aus welcher Perspektive? Auf welchen Ebenen? Welche Systemerfahrungen wurden und werden gemacht? Mit welchen Systemen? Etwa mit sozialen Systemen wie Familie, Freunde, Schule, Arbeitskollegen, anderen Gruppen? Oder mit dem System des "Selbst" - seinen leiblichen, emotionalen und kognitiven Dimensionen? ... Oder mit ganz anderen "Systemsorten": kulturellen Systemen, Wertesystemen?



Zum Beispiel: Das Selbst als Geschichte...

"Das Selbst als Geschichte..."
steht manchmal in der Biografiearbeit als Headline über einer solchen Selbsterkundung: "Jemandem zu erzählen, wer man ist, kann in einer Auflistung von Rollen bestehen: Ich bin eine Tochter, eine Studentin, eine Verlobte. Ein anderer Ansatz wäre eine Liste von Charakterzügen: Ich bin gesellig, doch ich kann auch mißmutig und reserviert sein. Eine dritte Möglichkeit ... ist die Lebensgeschichte. Dieser Ansatz ist faszinierend, denn wenn das Selbst eine Geschichte ist, hat sie bestimmte Charakteristika. Sie hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende. Sie hat Dauer und Dauerhaftigkeit, doch sie ist auch offen für eine Überarbeitung." (John Kotre, Lebenslauf und Lebenskunst. Über den Umgang mit der eigenen Biografie. München, Wien 2001, 126)



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© adele gerdes | bielefeld | 01|07|2018
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